Jahrhundertelang war Krakau Hauptstadt Polens und Sitz der polnischen Könige. Die 750.000 einwohnerstarke Metropole ist geistig-kulturelles Zentrum des Landes und zieht Künstler und Gelehrte an wie ein Magnet. Die Polen lieben ihr Krakau, denn die Stadt ist gewachsen, nicht rekonstruiert.
Als die UNESCO im Jahre ihrer Gründung 1978 die zwölf schützenswertesten Kulturgüter der Welt suchte, stand die Altstadt Krakaus bereits ganz oben auf der Liste. Der mittelalterliche Grundriss und der außergewöhnliche architektonische Reichtum, der viele gut erhaltene Bauwerke aus dem Mittelalter, der Renaissance sowie dem Barock umfasst, machen Krakau zu etwas Einzigartigem. An die 100 Kirchen geben der Stadt den Spitznamen "polnisches Rom". So ist zum Beispiel die im 13. Jahrhundert erbaute Marienkirche die schönste, gotische Pfarrkirche ganz Polens.
Darüber hinaus hat die Universitätsstadt nicht allein durch die vielen Studenten einen jugendlichen, frischen Charme. Auch die Jazz-Szene kann sich sehen lassen. So soll Nigel Kennedy, der mit seiner polnischen Freundin hier lebt, gesagt haben, dass die lokale Jazzszene unglaublich sei und bestenfalls übertroffen wird von der in New York. Da wundert es nicht, dass sich allein in der Altstadt über 400 Clubs, Bars, Kneipen und Restaurants tummeln.
Die von jährlich ca. 9 Millionen Touristen besuchte „heimliche Hauptstadt Polens“ ist eine der ältesten und schönsten Städte des Landes und ist neben Prag und Budapest das beliebteste Reiseziel Mitteleuropas. Wer Krakau einmal besucht hat und sich Zeit für seine Schätze genommen hat, kann sich durchaus glücklich schätzen, eine der denkwürdigsten und eindrucksvollsten Städte der Welt gesehen zu haben.
Krakau
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